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Mitarbeiterfoto - Bankhaus RSA eG

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Bankhaus RSA zieht Bilanz der Mitgliederdialoge

Rechtmehring, 23.04.2026

– RSA hat keine eigenständige Perspektive

– Fusion als einzige tragfähige Lösung

– Weitere Stabilisierungsmaßnahmen notwendig

– Durch Fusion mit meine Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim bleiben Standorte und Arbeitsplätze der RSA erhalten

Das Bankhaus RSA zieht nach Abschluss der Mitgliederdialoge eine klare Bilanz: Auf Basis aller vorliegenden Analysen besteht keine eigenständige, dauerhaft tragfähige Zukunftsperspektive für die Bank. Die bisherigen Stabilisierungsmaßnahmen in Höhe von rund 60 Millionen Euro werden nach Einschätzung des Bankhauses RSA nicht ausreichen, um die entstandenen Belastungen vollständig auszugleichen. Eine Fusion stellt die einzige wirtschaftlich tragfähige Lösung dar, um das Bankgeschäft in der Region nachhaltig zu sichern.

Insgesamt rund 500 Mitglieder nutzten die Gelegenheit, sich im Rahmen von vier Dialogveranstaltungen aus erster Hand über die wirtschaftliche Lage der Bank sowie die zugrunde liegenden Analysen und Zukunftsperspektiven zu informieren. Die Veranstaltungen waren geprägt von einem sehr hohen Informationsbedarf und einer intensiven, teilweise auch emotional geführten Diskussion.

„Dies zeigt die enge Verbundenheit der Mitglieder mit ‚ihrer‘ Bank – und unterstreicht zugleich die Verantwortung, die Zukunft des Instituts auf einer belastbaren Grundlage zu entscheiden“, erläutert Vorstand Klaus Hatzel.

Standorterhalt und Arbeitsplatzgarantie

Angesichts der finanziellen Schieflage hatte der Aufsichtsrat bereits im Februar einstimmig beschlossen, Gespräche über eine Verschmelzung mit der meine Volksbank Raiffeisenbank eG aufzunehmen.

Vorstand und externe Berater erläuterten nun den Mitgliedern die Hintergründe und stellten die zentralen Ergebnisse eines unabhängigen Sanierungskonzeptes vor. Dabei wurde auch aufgezeigt, wie sich eine Fusion auswirken würde. Nach aktuellem Stand bleiben alle Kernstandorte erhalten. Eine Arbeitsplatzgarantie stellt sicher, dass alle Mitarbeiter eine Perspektive behalten und die persönliche Betreuung der Kunden weiterhin vor Ort gewährleistet bleibt. Die Bank würde künftig als eigenständige Vertriebsregion innerhalb der meine Volksbank Raiffeisenbank fortgeführt.

Weiterer Sanierungsbedarf

Bereits im Jahr 2025 wurde das Bankhaus RSA durch die Sicherungseinrichtung des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken e. V. (BVR) mit Stabilisierungsmaßnahmen in Höhe von rund 60 Millionen Euro unterstützt. Im Zuge der weiteren Aufarbeitung und der laufenden Jahresabschlussarbeiten zeigt sich jedoch, dass diese Maßnahmen nicht ausreichen werden, um die entstandenen Belastungen vollständig auszugleichen.

Im Gegenteil: Die vertiefte Analyse macht deutlich, dass zusätzlicher Stabilisierungsbedarf besteht und die wirtschaftlichen Herausforderungen größer sind als bislang angenommen. Die konkrete Ausgestaltung weiterer Maßnahmen wird derzeit innerhalb der genossenschaftlichen FinanzGruppe erarbeitet.

Entscheidung liegt bei den Mitgliedern

„Die aktuelle Situation ist nicht das Ergebnis einzelner Bewertungen oder externer Gutachten, sondern Folge einer über Jahre entstandenen Entwicklung“, erklärt Vorstand Klaus Hatzel. „Die Ergebnisse der gesetzlichen Prüfung und des verpflichtenden Sanierungskonzepts basieren auf geprüften Daten und kommen unabhängig voneinander zum gleichen Ergebnis. Die daraus folgenden Konsequenzen ergeben sich aus regulatorischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen – nicht aus Bewertungen oder Szenarien.“

Die Entscheidung über die zukünftige Ausrichtung der Bank liegt – wie in einer Genossenschaft vorgesehen – bei den Mitgliedern. Sie werden am 17. Juni im Rahmen der Generalversammlung über eine Verschmelzung abstimmen. Vorstand und Aufsichtsrat werden hierzu einen entsprechenden Beschlussvorschlag vorlegen und die Mitglieder im Vorfeld umfassend über die Entscheidungsgrundlagen informieren.