Neujahrsempfang im Jubiläumsjahr von F. W. Raiffeisen

RSA-Bank präsentiert entgegen dem Trend gute Zahlen

Der stellv. Aufsichtsratsvorsitzende, Karl Fischberger, begrüßte die geladenen Gäste zu dem schon traditionellen Neujahrsempfang der Bank, der heuer unter dem besonderen Einfluss des 200.sten Geburtstags von F.W. Raiffeisen, dem Gründer der Genossenschaftsidee, stand.

Vorstand Alfred Pongratz lenkte den Blick der Zuhörer erst auf die vorgezeichnete Entwicklung in der Bankenbranche. Aufgrund vieler Sparmaßnahmen werden die Banken in den nächsten Jahren ihre Präsenz in der Fläche, aber auch ihren Kundenservice stark zurücknehmen. Der persönliche Kontakt fällt den Sparmaßnahmen zum Opfer, die Kunden werden ihre Bank oft nur mehr online oder telefonisch erreichen können. „Diesem Trend wollen wir uns mit aller Macht entgegenstemmen, denn dies entspricht nicht der Philosophie unserer Bank“, so Pongratz. Die RSA-Bank will nicht nur den Kundenservice halten, sondern sogar ausbauen. Dazu wurde schon ein internes Projekt aufgesetzt, das in 2018 umgesetzt wird.

Vorstand Thomas Rinberger präsentierte stolz die im letzten Jahr erreichten Zahlen der Bank. „Unsere Ziele wurden, trotz der schwierigen Vorgaben am Markt, sogar übertroffen“, so Rinberger. Entgegen dem allgemeinen Trend stiegen die Kundeneinlagen um 10,6 %, und die Kredite um 10 %, wodurch die Bilanzsumme der Bank auf 363 Mio. Euro, bzw.  um 12 % anstieg. Und sogar der Ertrag der Bank hat sich entgegen erster Hochrechnungen am Jahresbeginn auf einem guten Niveau stabilisiert, was zu einer nachhaltigen Gewerbesteuerzahlung an die Gemeinden führt. Diese Entwicklung ist, so Rinberger, nur durch das hohe gegenseitige Vertrauen zwischen Bank und Kunde möglich. Die 66 Mitarbeiter haben den Auftrag, immer kundenorientiert zu denken und zu arbeiten. Dann ist die Bank zuversichtlich, auch künftig den Herausforderungen des Marktes zu trotzen.

Am 30. März 2018 jährt sich der Geburtstag von Friedrich Wilhelm Raiffeisen zum 200.sten Mal. Deshalb hat der Bundesverband der Volks- und Raiffeisenbanken 2018 zum Jubiläumsjahr ausgerufen, und Vorstand Johann Posch blickte auf das Leben des Gründers der Genossenschaften zurück. Nachdem Raiffeisen in ärmlichen Verhältnissen geboren und aufgewachsen ist, war er in mehreren Gemeinden als Bürgermeister tätig. Zeit seines Lebens lagen ihm die Menschen am Herzen, die oft in großer Not lebten. Neben vielen Hilfsvereinen gründete er 1866 „zur Linderung der Not der ländlichen Bevölkerung sowie der städtischen Handwerker und Arbeiter“ den ersten Darlehenskassenverein, den Vorgänger aller Raiffeisenbanken. Durch seine damals dokumentierte Gründungsanleitung fanden in den nächsten Jahrzehnten hunderte weitere Gründungen statt. Auch in unseren Gemeinden Rechtmehring, Soyen (Rieden) und Albaching wurden in den Jahren 1899, 1901 und 1906 nach dieser Anleitung die Darlehenskassenvereine gegründet. „Das sind die drei historischen Wurzeln unserer Bank“, so Posch. Die Gründung übernahmen der Pfarrer (Rechtmehring), der Lehrer (Soyen/Rieden), bzw. der Bürgermeister (Albaching). Die Gründungen aller drei Banken hatten ein gemeinsames Ziel: die Not der Bevölkerung zu lindern, und gemeinsam mehr zu erreichen. „Solidarität und Hilfe zur Selbsthilfe. Nach diesem Prinzip lebte und wirkte F.W.Raiffeisen, aber auch die Gründer unserer drei Bankstellen. Wir Verantwortlichen der Bank werden dieses Erbe von Raiffeisen und unseren Gründervätern in deren Sinne weiterführen“, versprach Posch.

Für die vielen Gäste gab es dann mit dem Wasserburger Schauspieler und Kabarettisten Jörg Herwegh gute Unterhaltung. Er mimte einen schlecht gelaunten Familienvater, der grantelnd durch das Leben geht. Anschließend rundete das vorbereitete Buffet den gelungenen Abend ab, bei dem man sich noch munter unterhielt.